Deutschland im Herbst ist ein Episodenfilm, der sich mit der bundesdeutschen Gesellschaft zur Zeit des RAF-Terrorismus unmittelbar nach dem „Deutschen Herbst“ 1977 auseinandersetzt. Die Arbeit an der Gemeinschaftsproduktion von elf verschiedenen Regisseuren des sogenannten Neuen Deutschen Films – unter ihnen Rainer Werner Fassbinder, Volker Schlöndorff und Alexander Kluge – begann bereits Ende 1977; 1978 wurde die Collage aus teils dokumentarischen, teils szenisch erzählenden Episoden erstmals gezeigt.
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Dienstag, 6. September 2022
Deutschland im Herbst
Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach
Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach ist ein Autorenfilm von 1971, bei dem Volker Schlöndorff Regie führte. Er schrieb – zusammen mit Margarethe von Trotta, seiner späteren Ehefrau, – auch das Drehbuch. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich im 19. Jahrhundert im Hessischen Hinterland ereignete.
Nach mehreren Fehlversuchen gelang es am 19. Mai 1822 acht armen Bauern und Tagelöhnern aus dem Hessischen Hinterland, einen Geldtransport, der monatlich von Gladenbach nach Gießen fährt, zu überfallen und zu berauben. Der Raubüberfall ging in die Kriminalgeschichte als der Postraub in der Subach ein.
Originaltitel Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach Produktionsland Bundesrepublik Deutschland Originalsprache Deutsch Erscheinungsjahr 1971 Länge 104 Minuten Altersfreigabe FSK 12 Regie Volker Schlöndorff Drehbuch Margarethe von Trotta,
Volker SchlöndorffProduktion Volker Schlöndorff,
Eberhard JunkersdorfMusik Klaus Doldinger Kamera Franz Rath Schnitt Claus von Boro
- Georg Lehn: Hans Jacob Geiz
- Reinhard Hauff: Heinrich Geiz
- Karl-Joseph Cramer: Jacob Geiz
- Wolfgang Bächler: David Briel
- Harald Müller: Johann Soldan
- Margarethe von Trotta: Sophie
- Joe Hembus: Schreiber
- Walter Buschhoff: Pfarrer
- Maria Donnerstag: Frau Geiz
- Angelika Hillebrecht: Johanna Soldan
- Harry Owen: Ludwig Acker
- Wilhelm Grasshoff: Richter Danz
- Eva Pampuch: Gänseliesel
- Rainer Werner Fassbinder: Bauer
- Karl-Heinz Merz: Landschütz Volk
Volker Schlöndorff (* 31. März 1939 in Wiesbaden) ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent, der vor allem für seine Literaturverfilmungen bekannt ist. 1980 wurde sein Spielfilm Die Blechtrommel mit dem Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet.
Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Daten und Textquelle: Wikipedia
Baal
Baal ist eine Fernsehverfilmung des Theaterstücks Baal von Bertolt Brecht durch den deutschen Regisseur Volker Schlöndorff.
Originaltitel Baal Produktionsland Bundesrepublik Deutschland (BRD) Originalsprache Deutsch Erscheinungsjahr 1970 Länge 87 Minuten Altersfreigabe FSK 12 (DVD-Fassung) Regie Volker Schlöndorff Drehbuch Volker Schlöndorff Produktion Helmut Haffner Musik Klaus Doldinger Kamera Dietrich Lohmann Schnitt Peter Ettengruber
- Rainer Werner Fassbinder: Baal
- Sigi Graue: Ekart
- Margarethe von Trotta: Sophie
- Günther Neutze: Mech
- Miriam Spoerri: Emilie
- Marian Seidowsky: Johannes
- Irmgard Paulis: Johanna
- Carla Egerer: junges Weib
- Hanna Schygulla: Luise
- Wilmut Borell: Mjurk
- Rudolf Waldemar Brem: Holzfäller
- Andrea Brüdern
- Claudia Butenuth
- Johannes Buzalski: Penner
- Andreas Fricsay
- Michael Gempart
- Irm Hermann: Hausherrin
- Michael Grasshoff
- Günther Kaufmann: Orgauer
- Jean Launay
- Sabine von Maydell
- Eva Pampuch:
- Herbert Rimbach
- Christine Schuberth: Striptiseuse Savitka
- Walter Sedlmayr
- Sigi Sommer: Holzfäller
- Ulf-Jürgen Wagner:
Bei der Produktion von Baal wirkten zahlreiche Personen mit, die seinerzeit kurz vor ihrem künstlerischen Durchbruch standen: Neben dem für Drehbuch und Regie verantwortlichen Volker Schlöndorff sind dies insbesondere der Kameramann Dietrich Lohmann, der Filmmusik-Komponist Klaus Doldinger, die in den Hauptrollen besetzten Darsteller Rainer Werner Fassbinder und Margarethe von Trotta sowie die in weiteren Rollen besetzten Schauspieler Hanna Schygulla, Günther Kaufmann, Irm Hermann, Walter Sedlmayr und Carla Egerer.
Im Zentrum steht ein begabter junger Dichter, der nicht nur mit seiner Kunst, sondern auch mit seiner Lebensweise die Normen und Regeln der bürgerlichen Gesellschaft außer Kraft setzt. Nach Brechts Worten behandelt das Stück die gewöhnliche Geschichte eines Mannes, der in einer Branntweinschenke einen Hymnus auf den Sommer singt, ohne die Zuschauer ausgesucht zu haben – einschließlich der Folgen des Sommers, des Branntweins und des Gesanges – … Nicht die Verherrlichung nackter Ichsucht und schrankenloser Lebensgier eines asozialen Dichters ist das Thema des Stückes, sondern die Reaktion eines ungebrochenen Ich auf die Zumutungen und Entmutigungen einer Welt, die selber asozial ist
Der Film wurde 1969 gedreht und erstmals am 7. Januar 1970 im Hessischen Fernsehen gesendet sowie noch einmal am 21. April 1970 im Ersten Programm. Am 20. März 2014 wurde der Film auf DVD und Blu-Ray veröffentlicht.
Volker Schlöndorff (* 31. März 1939 in Wiesbaden) ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent, der vor allem für seine Literaturverfilmungen bekannt ist. 1980 wurde sein Spielfilm Die Blechtrommel mit dem Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet.
Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Daten und Textquelle: Wikipedia
Freitag, 26. August 2022
Kamikaze 1989
Kamikaze 1989 ist ein deutscher Science-Fiction-Film des Regisseurs Wolf Gremm aus dem Jahr 1982, der auf dem Roman Mord im 31. Stock (Originaltitel Mord på 31:a våningen) von Per Wahlöö beruht. Im Mittelpunkt der schrillen Dystopie steht Polizeileutnant Jansen, Rainer Werner Fassbinders letzte Rolle vor seinem Tod im Juni 1982.
Deutschland im Jahre 1989. Das Land ist reich, alle Probleme scheinen gelöst, es gibt keine Umweltverschmutzung und Arbeitslosigkeit. Alkohol, aber z. B. auch selbst gezogenes Gemüse ist verboten, Selbstmorde gibt es nicht mehr (nur „unerwartete Tode“), das Fernsehen sorgt mit Sendungen wie dem jährlichen Lachwettbewerb (der in eine Reihe mit Einstein und Napoleon gestellt wird) und dem stets positiven Wetterbericht für Ruhe, die Polizei (Symbol: Faust mit aufgerecktem Daumen) mit ihrem Vorgehen gegen „Prokos“ für Ordnung. Alle Medien sind in der Hand eines Konzerns, dessen Führung ein und derselben Familie angehört.
Deutschland im Jahre 1989. Das Land ist reich, alle Probleme scheinen gelöst, es gibt keine Umweltverschmutzung und Arbeitslosigkeit. Alkohol, aber z. B. auch selbst gezogenes Gemüse ist verboten, Selbstmorde gibt es nicht mehr (nur „unerwartete Tode“), das Fernsehen sorgt mit Sendungen wie dem jährlichen Lachwettbewerb (der in eine Reihe mit Einstein und Napoleon gestellt wird) und dem stets positiven Wetterbericht für Ruhe, die Polizei (Symbol: Faust mit aufgerecktem Daumen) mit ihrem Vorgehen gegen „Prokos“ für Ordnung. Alle Medien sind in der Hand eines Konzerns, dessen Führung ein und derselben Familie angehört.
| Besetzung | Rolle |
| Rainer Werner Fassbinder | Polizeileutnant Jansen |
| Günther Kaufmann | MK1 Anton |
| Arnold Marquis | Polizeipräsident |
| Boy Gobert | Konzernchef |
| Richy Müller | Neffe |
| Titel | Kamikaze 1989 |
| Jahr | (1982) |
| Regie | Wolf Gremm |
| Cast: | Rainer Werner Fassbinder, Boy Gobert, Brigitte Mira, Franco Nero |
| Genre | Science Fiction |
Katzelmacher
Katzelmacher ist der zweite Spielfilm des deutschen Regisseurs, Autors und Darstellers Rainer Werner Fassbinder. Der Film thematisiert die Neugierde, Eifersucht und Aggression einer Gruppe junger Erwachsener gegenüber einem Neuling, der die Langeweile und das eingespielte Verhalten der Gruppe aufbricht, anhand der Beziehung eines Gruppenmitglieds zu einem griechischen Gastarbeiter.
Der Film spielt in der Gegenwart seiner Entstehungszeit in München. Eine Gruppe junger Erwachsener hängt in ihrem Vorstadtviertel auf der Straße, in Wohnungen und der Kneipe herum. Dabei hat jedes Mitglied der Gruppe ein Verhältnis zum jeweils anderen.
Der Film spielt in der Gegenwart seiner Entstehungszeit in München. Eine Gruppe junger Erwachsener hängt in ihrem Vorstadtviertel auf der Straße, in Wohnungen und der Kneipe herum. Dabei hat jedes Mitglied der Gruppe ein Verhältnis zum jeweils anderen.
| Titel | Katzelmacher |
| Jahr | (1968) |
| Regie | Rainer Werner Fassbinder |
| Cast: | Hanna Schygulla, Rainer Werner Fassbinder, Hans Hirschmüller, Elga Sorbas , Rudolf Waldemar Brem , Lilith Ungerer, Harry Baer, Irm Hermann |
| Genre | Drama |
Händler der vier Jahreszeiten
Händler der vier Jahreszeiten ist ein deutscher Spielfilm des Regisseurs Rainer Werner Fassbinder. Der Filmtitel, eine wörtliche Übersetzung der französischen Bezeichnung eines fahrenden Obst- und Gemüsehändlers (marchand des quatre-saisons), wurde gelegentlich mit vorangestelltem Artikel angekündigt oder beschrieben.
Der Film spielt in der Wirtschaftswunderzeit Ende der 1950er Jahre. Er beschreibt die Geschichte von Hans Epp, ganz aus dessen Perspektive. Er betreibt mit seiner Ehefrau Irmgard ein Gewerbe als ambulanter Obst- und Gemüsehändler.
In Rückblenden erfährt man, dass das Gewerbe ein Notbehelf für ihn war.
Der Film spielt in der Wirtschaftswunderzeit Ende der 1950er Jahre. Er beschreibt die Geschichte von Hans Epp, ganz aus dessen Perspektive. Er betreibt mit seiner Ehefrau Irmgard ein Gewerbe als ambulanter Obst- und Gemüsehändler.
| Deutscher Titel | Händler der vier Jahreszeiten |
| (Jahr) | (1971) |
| Internationaler Titel | The Merchant of Four Seasons |
| Regie | Rainer Werner Fassbinder |
| Darsteller | Hans Hirschmüller [de], Irm Hermann, Ingrid Caven, Klaus Löwitsch, Hanna Schygulla, Kurt Raab |
| Genre | Drama |
| Besetzung | Rolle |
| Hans Hirschmüller | Hans Epp |
| Irm Hermann | Irmgard Epp |
| Andrea Schober | Renate Epp, Tochter |
| Gusti Kreissl | Mutter Epp |
| Klaus Löwitsch | Harry |
Mutter Küsters’ Fahrt zum Himmel
Mutter Küsters’ Fahrt zum Himmel ist ein in Frankfurt am Main gedrehter Spielfilm von Filmautor Rainer Werner Fassbinder.
Wegen Massenentlassungen erschlägt der Arbeiter Küsters erst seinen Personalchef und tötet dann sich selbst.
Er hinterlässt eine hilflose Mutter Küsters.
Wegen Massenentlassungen erschlägt der Arbeiter Küsters erst seinen Personalchef und tötet dann sich selbst.
| Titel | Mutter Küsters' Fahrt zum Himmel |
| Titel | Fox and His Friends |
| Jahr | 1975 |
| Regie | Rainer Werner Fassbinder |
| Darsteller | Rainer Werner Fassbinder, Peter Chatel [de], Karlheinz Böhm, Adrian Hoven |
Angst essen Seele auf (1974)
Angst essen Seele auf ist ein deutsches Melodram, in dem Regisseur Rainer Werner Fassbinder die soziale Unterdrückung und Ausgrenzung von Gastarbeitern in der Nachkriegszeit thematisiert.
Das Sozialdrama aus dem Jahr 1974 handelt von einer sechzigjährigen Witwe, die sich in einen deutlich jüngeren Gastarbeiter aus Marokko verliebt.
Obwohl ihr gesamtes Umfeld, einschließlich der erwachsenen Kinder, der Nachbarn und der Kollegen, die Beziehung offen missbilligen, heiraten die beiden.
| Titel | Angst essen Seele auf |
| (Jahr) | (1974) |
| Regie | Rainer Werner Fassbinder |
| Besetzung | Rolle |
| Brigitte Mira | Emmi Kurowski |
| El Hedi ben Salem | Ali |
| Barbara Valentin | Wirtin Barbara |
| Irm Hermann | Tochter Krista |
| Rainer Werner Fassbinder | Eugen |
Deutschland im Herbst
Deutschland im Herbst ist ein Episodenfilm, der sich mit der bundesdeutschen Gesellschaft zur Zeit des RAF-Terrorismus unmittelbar nach dem „Deutschen Herbst“ 1977 auseinandersetzt.
| Titel | Deutschland im Herbst |
| Titel | Germany in Autumn |
| Jahr | 1978 |
| Regie | Alf Brustellin, Hans Peter Cloos, Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge, Beate Mainka-Jellinghaus, |
| Darsteller | Rainer Werner Fassbinder, Angela Winkler, Mario Adorf, Helmut Griem, Heinz Bennent, Vadim Glowna, Hannelore Hoger, Wolf Biermann |
| Genre | Episodenfilm |
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